Dreikönigswanderung Gottersdorf

06.01.2025

Zur ersten Wanderung 2025 der OWK-Ortsgruppen Hardheim und Buchen fanden sich am Dreikönigstag 43 Wanderfreunde in Gottersdorf für eine Fünf-Kilometer-Runde ein.

Begeistert über die große Resonanz begrüßte Wanderführerin Iris Trabold-Otterbach die Teilnehmer. Vor der Kirche St. Michael traf die große Gruppe auf die Gottersdorfer Sternsinger und erhielt den Segen für das neue Jahr. Dann stand die Besichtigung der Dorfkirche von 1920 auf dem Programm. Unter anderem bestaunt wurde das beeindruckende Deckenfresko eines Würzburger Stuckateurs im Kampf des Erzengels Michael gegen Dämonen. Am Gottersdorfer See angekommen bot die Wanderführerin Wissenswertes aus der Geschichte der erstmalig 1150 als Gottbrechtsdorf urkundlich erwähnten bäuerlichen Siedlung und die über die Jahrhunderte wechselnden Besitzverhältnisse.

Interesse an der ersten Tour 2025 war groß

Die ersten Besitzer im 14. Jahrhundert waren die Herren von Dürn, als Lehnsherren die Fürstbischöfe von Würzburg. Im 17. Jahrhundert gehörte das Dorf dann zur Kurmainz Zent Walldürn, dann wieder zu Würzburg, also fränkisch. 1803 kam es zum Fürstentum Leiningen nach Amorbach. Ab 1806 wurde Gottersdorf dann badisch. 1935 bis 1945 kam Gottersdorf zu Glashofen, wurde ab 1945 wieder selbstständig, seit 1972 Teilort Walldürns.

Vom See hoch zum Weißen (Flur-)Kreuz ging es anschließend auf dem naturbelassenen „Odenwaldpfad“ mit Wald-Info-Tafeln im Zick-Zack hinauf an der Grenze zum unterfränkischen „Ausland“. Dort verläuft auch heute noch ein Wanderweg bis nach Amorbach. Damit der damalige Kaplan für Gottersdorf aus dem Kloster Amorbach (734-1803) den steilen, beschwerlichen Aufstieg auf die Höhe nicht zu Fuß gehen musste, bekam er ein Dienstpferd. Von dort aus hat man einen guten Ausblick auf die Walldürner Höhe über Feld und Wald.

Entlang an Streuobstwiesen ging es dann wieder hinab ins Tal über das Gelände des Freilandmuseums mit seinen historischen Gebäuden aus Odenwald und Bauland. Nach einem kurzen Info-Stopp und Abschluss-Worten der Wanderführerin teilte sich die große Gruppe aus Platzgründen. Die Buchener kehrten ins Gasthaus „Schieser“, die Hardheimer im „Limeseck“ in Neusass ein.