Rundwanderung um Dallau

30.03.2025

Der OWK (Odenwaldklub) Buchen führte am Sonntag, den 30.03.2025 eine Rundwanderung um Dallau durch.  Bei kühlem Wanderwetter trafen sich 20 Wanderer am Vereinsheim des OWK Buchen, Zum kleinen Roth 19, 74722 Buchen, um 13:30. Wir fuhren dann in Fahrgemeinschaften nach Dallau zum Parkplatz der Erfttalhalle, oberhalb vom Bahnhof Dallau. Hier begann unser ca. 9 km langer Weg. Unter sachkundiger Führung unseres Wanderführers Siegmar Flickinger, die er immer wieder mit vielen Informationen fütterte, wanderten wir etwa 3 Std. und überwanden auf teilweise leicht begehbaren Wegen hierbei 140 Höhenmeter. Der Weg ging über den Wanderparkplatz „Herrlich-Au“, entlang des Trienztalweges, der teilweise zu einer Märchenstraße angelegt wurde, mit vielen lustigen Figuren und Masken an den Bäumen. Zur Kneippanlage Dallau, einer Wasserstretstelle. An einem Baum sind  zahlreiche vergessene Schuhe befestigt worden. An einem weiteren Baumstumpf, der verkehrt herum mit dem Wurzelwerk nach oben aufgestellt wurde, haben Schulkinder Kinderschuhe und Schnuller sowie weitere Erinnerungsstücke aus ihrer Kindheit aufgehängt. Weiter wanderderten wir über eine Brücke zum Barfußpfad, an Sattelbach in den Übergang zum Sattelbacher Weg auf den Römerpfad. Wir folgten diesem Pfad durch den Bürgerwald, entlang der römischen Straße. Der Odenwaldlimes riegelte hier von etwa 100 bis 160 n.Chr. das Elztal bei Neckarburken nach Osten hin ab. Nördlich des Kastells verliefen die Grenzanlagen am Rande eines Höhenrückens. Unmittelbar hinter der Grenze legten die Römer damals eine gut ausgebaute Straße an, die die Kastelle miteinander verband und schnelle Truppenverlegungen ermöglichte. Zwischen Neckarburken und Oberscheidental ist diese Straße immer wieder im Wald sichtbar. Von dieser Stelle lässt sich der mächtige Damm etwa 1 km weit verfolgen. Auf freiem Feld sind solche Bodendenkmale wegen der landwirtschaftlichen Nutzung mittlerweile verschwunden. Es ist erstaunlich über welche baulichen Kenntnisse die Römer schon zur damaligen Zeit verfügten. Der Odenwaldlimes bestand hier vor ca. 110 -160 n. Chr.  Von den Wachtposten  „Im Schlag 8“ verlief die Limespalisade hier etwa 20 m östliches des Turmes  und bei der „Schäbige Hecke“ verlief sie 64 Meter östlich des damaligen Turmes. Heute weisen leider nur die Hinweisschilder auf diese Vergangenheit hin. Große Quadersteine markieren heute die übrig gebliebenen Ecken, das Fundament fehlt vollständig. Hinweise auf einen älteren Vorläufer aus Holz fehlen bisher. In dem umliegenden Wald läßt sich trotzdem erahnen, wie einerseits die Römer lebten und andererseits unsere Vorfahren mit staunen diese Bollwerke vorfanden.

Im Tal wanderten wir dann weiter auf dem Grenzweg bis zum Steinkreis. Dieser ist ein Zeichen des Dankes an das Wasser, hier am Pilgerweg „Quellendank im Odenwald“.  Quellen sind geheimnisvolle Orte, die davon zeugen, wie die Erde immer und immer wieder das in ihrem dunklen Schoß gespeicherte Wasser in Licht gebiert. Freigiebig beschenkt uns Mutter Erde mit dem für uns so lebensnotwendigen Element. Schon 10 Jahre lenkt hier die Bildhauerin Eva-Gesine Wegner ihre besondere Aufmerksamkeit auf die Ressource Wasser. Sie tut das, indem sie mit Menschen vor Ort sogenannte Steine des Dankes“ setzte. Unter  Beteilung der jeweiligen Gemeinde, hier Dallau, und dem Geo-Naturpark Bergstraße Odenwald entstand auf diese Weise der Pilgerweg „Quellendank im Odenwald“. Seit dem Juli 2011 ist dem Pilgerweg in der wassereichen Region des Elztales diese besondere Station hinzugefügt worden. Acht Teilnehmerinnen, eines Workshops, vor Ort haben unter 

der Leitung von Eva-Gesine Wegner einen Steinkreis aus 9 heimischen Buntsandsteinen geschaffen.

Weiter zur Lourdesgrotte zur Erinnerung an Maria die 1858 in Lourdes einem Mädchen erschien. Dort entsprang dann eine Quelle die Tausenden Heilung und Trost brachte.

Zur Erinnerung wurde die Dallauer Lourdes-Grotte hier erbaut, 50 Jahre nach den Erscheinungen in Fatima. 2014 wurde durch die Kolpingfamilie Dallau dieser Ort umfassend renoviert. Nun begann unser Rückweg zum Parkplatz der Erfttalhalle. Mit der anschließenden Fahrt nach Krumbach zum Gasthaus „Alte Scheune“ endete mit unserem Beifall für unseren Wanderführer Siegmar Flickinger für Alle ein erlebnisreicher Wandertag.